Journalist und Autor Daniel Haas über Einsamkeit, Schamgefühle und Selbstakzeptanz

Foto: Lea Sofia Fichtner
In dieser Folge „Kopfsalat“ spricht Moderator Sven Haeusler mit dem Journalisten und Autor Daniel Haas über Einsamkeit und Beziehungen. Er beleuchtet, was ihn dazu bewegt hat, dem Thema „Einsamkeit“ eine ganze Kolumne zu widmen und inwiefern ihm das Schreiben über seine persönlichen Erfahrungen guttut.
Im Gespräch erläutert der 58-Jährige ehrlich, welche Facetten das Gefühl von Einsamkeit für ihn hat. Er spricht von Sehnsucht, Scham, Ohnmacht und dem Gefühl, nicht verstanden oder gesehen zu werden. Trotz dieser oft schmerzhaften Erfahrung plädiert der Kolumnist dafür, sich selbst auch in schwierigen Momenten Akzeptanz entgegenzubringen und den Fokus auf die Dinge zu richten, für die man dankbar ist.
Der Hamburger Autor betont, wie wichtig es ist, trotz möglicher Hemmnisse anderen Menschen gegenüber aufgeschlossen zu bleiben. Gehaltvolle und lebendige Beziehungen sind für Daniel Haas von großer Bedeutung, um seiner Einsamkeit etwas entgegenzusetzen. Dabei sei es wichtig, sich selbst und andere nicht auf bestimmte Rollen festzulegen, sondern Veränderungen in Beziehungen anzunehmen und das eigene Glück nicht von äußeren Faktoren abhängig zu machen: „Besitz, Prestige, Status sind nicht essenziell für ein gelungenes Leben, wenn ich das definiere als ein Verbundensein mit anderen Menschen.“
Über Kopfsalat
Der Freunde fürs Leben-Podcast Kopfsalat erscheint zweimal monatlich und ist auf frnd.de sowie auf den gängigen Podcast-Plattformen wie Apple Podcasts, Spotify, Deezer und RTL+ abrufbar. Die Sonderedition Einsamkeit wird von der KKH Kaufmännische Krankenkasse gefördert. Der Moderator ist Filmemacher und Journalist Sven Haeusler.
Seit 2001 klärt der gemeinnützige Verein Freunde fürs Leben e.V. Jugendliche und junge Erwachsene über mentale Gesundheit, Depression und Suizid auf. Denn durch gezielte Informationsvermittlung über Warnsignale, Hilfsadressen und Therapiemöglichkeiten ist Suizidprävention möglich.