Soforthilfe
  • Psychische Gesundheit muss Teil der gesundheits-politischen Agenda jeder Partei sein.

    Diana Doko, Freunde fürs Leben e.V.
    Foto: Tom Wagner

Unser Parteiencheck für die Bundestagswahl 2021: Psychische Gesundheit

Am 26. September ist Bundestagswahl – aber Ihr habt keine Lust, Euch die Wahlprogramme komplett durchzulesen? Freunde fürs Leben haben es gemacht und sind der Frage nachgegangen:

Was haben die derzeit sechs im Bundestag vertretenen Parteien zur Vorsorge, Aufklärung und Versorgung von psychischen Erkrankungen geplant?

Ab dem 10. September – dem Welttag der Suizidprävention – versorgen wir Euch bis zum Wahltag auf Instagram, Facebook und hier auf der Website mit

  • übersichtlichen Informationen zu den Inhalten der Wahlprogramme
  • Statements von Vertreter:innen der Parteien zu konkreten Maßnahmen
  • und Interviews mit jungen Kandidat:innen zu ihren Vorhaben.

Warum das Ganze?

Wir wollen, dass Ihr informiert seid.

Wir wollen Euch den Stellenwert von psychischer Gesundheit in der Politik verdeutlichen.

Wir wollen, dass Ihr wählen geht.

Die Wahlprogramme in der Übersicht

DAS FAZIT AUS DEN WAHLPROGRAMMEN

Während CDU/CSU und SPD sich auf den Ausbau des psychotherapeutischen Angebots fokussieren wollen, geben Die Grünen, Die Linke und die FPD zudem konkrete Ansätze zur Prävention und Entstigmatisierung von psychischen Erkrankungen.

Das Wahlprogramm der AfD enthält keinerlei Hinweise auf Maßnahmen, die die psychischen Gesundheit betreffen.

Um mehr über die konkreten Maßnahmen der Parteien zu erfahren, haben wir uns direkt an Vertreter:innen der jeweiligen Parteien gewandt und ihnen Fragen zu ihrem Wahlprogramm gestellt. Was ihre Antworten waren, könnt Ihr hier nachlesen.

Das sagen die Vertreter:innen der Parteien

CDU/CSU

Dirk Heidenblut MdB von der SPD

Dr. Wieland Schinnenburg MdB von der FDP

Sylvia Gabelmann MdB von der Linken

Dr. Kirsten Kappert-Gonther MdB von den Grünen

DIE KONKRETEN VORHABEN

Prävention

Die SPD plant Unterstützungs- und Selbsthilfeangebote finanziell zu fördern und Präventionsmöglichkeiten in der Schule und Ausbildung zu schaffen. Die FDP fordert eine grundlegende Überprüfung der aktuellen Präventionsprogramme. Die Linke und Die Grünen legen den Fokus auf niedrigschwellige Hilfsangebote in der Schule und am Arbeitsplatz.

Versorgung

Alle fünf Parteien wollen die Wartezeit auf einen Therapieplatz reduzieren. SPD, FDP, Die Linke und Die Grünen wollen die Bedarfsplanung für Kassensitze anpassen. Die Linke will zudem die Therapeut:innenausbildung zugänglicher machen und die FDP die Zulassungsbeschränkungen für Psychotherapie abschaffen.

Entstigmatisierung

SPD, FDP und Die Grünen wollen eine Aufklärungskampagne realisieren. Die Linke hingegen wählt einen anderen Ansatz: Sie will sicherstellen, dass Menschen mit psychischen Erkrankungen vor dem Gesetz gleichgestellt werden.

WAS JUNGE KANDITAT:INNEN PLANEN

Vier junge Politiker:innen haben sich unseren Fragen gestellt. Von Caroline Lünenschloss (CDU), Noreen Thiel (FDP), Felix Schulz (Die Linke) und June Tomaik (Die Grünen) wollten wir noch einmal genauer wissen, wie sich ihre Partei für psychische Gesundheit einsetzen wird.

Sie haben uns außerdem verraten, was sie motiviert, psychische Gesundheit auf die politische Agenda zu bringen und welchen persönlichen Bezug sie zu dem Thema haben.

Welche konkrete Maßnahmen sie umsetzen wollen, erfahrt Ihr hier.

Das sagen junge Politiker:innen zum Thema

  • no

Die wichtigsten Statements auf einen Blick